Samstag, 27. Juli 2013

Kurzgeschichten


Das betrunkene Gesangstalent
Dieses Ereignis liegt schon einige Wochen zurück, doch bleibt weiterhin eindrucksvoll. Ziemlich am Anfang unseres Aufenthaltes hat uns Cameron, eine der Amerikanerinnen im Herberton-Komplex, etwas durch Dublin geführt und uns die wichtigsten Ecken für den Start gezeigt. An der Tram-Station saß ein älterer Herr, schmuddelige Schuhe, braune Lederjacke und etwas windschief zur Seite geneigt. Die Sonne schien und er blickte uns zahnlos-grinsend mit einem etwas glasigen Blick entgegen. Just als wir in Hörreichweite waren, begann er auch schon ein Gespräch mit uns. Als dann sein Blick auf Cameron fiel, begann das Spektakel: er brach seinen Wortschwall mitten im Satz ab, riss die Augen auf und begann spontan ein Lied auf die Schönheit und Anmut unserer Stadtführerin zu singen. Ihr war das sichtlich unangenehm, aber ich war durchaus von dem Können des Gentleman beeindruckt. Rauchig-kratzend schlug uns geballte Pubromantik gepaart mit der Hemmungslosigkeit eines Betrunkenen entgegen. Schöner Einstand in die Kultur Irlands.


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Mädchen für alles
Bei einer Support Hotline zu arbeiten kann manchmal Spaß machen, ist manchmal aber auch zum Haare raufen.
Wenn ein Kunde anruft, probieren wir im Großteil der Fälle, uns per Remote Verbindung auf den jeweiligen PC zu schalten, heißt wir haben die volle Kontrolle über den PC. Diese Sache ist EXTREM hilfreich und verkürzt die Bearbeitungszeit eines Anrufs deutlich. Diese Verbindung wird über das Internet realisiert.

Oftmals bekommt man Anrufe, bei denen nicht unbedingt unsere Software ein Problem darstellt. Aber irgendwie scheint die Nummer unserer Hotline allgemein als PC Service angesehen zu werden, man hat ja auch schließlich für bezahlt. Warum man nicht lieber Microsoft, Adobe, Pinnacle oder die NSA anruft und um Hilfe für das spezifische Programm des jeweiligen Herstellers zu bekommen, erschließt sich mir nicht ganz.
Wie auch immer, ich habe mich auf den PC geschaltet und sehe keinerlei Probleme mit Webroot, das hat sich so wohl gefühlt wie das Bier im Kühlschrank. Ich frage also weiter und bohre immer tiefer in die Verhaltensweisen des Rechners, bis ich zu dem Schluss komme, dass es sich entweder um einen Hardwaredefekt oder einen fehlerhaften Treiber handeln muss. Um ersteres auszuschließen, empfehle ich dem Kunden, sein Windows neu zu installieren. Als von ihm die Frage kam, ob ich das nicht machen könne, war es erstmal kurz still.
Ganz davon abgesehen, dass ich es technisch nicht realisieren kann, WILL ICH IHM AUCH SEIN VERDAMMTES WINDOWS NICHT INSTALLIEREN, WEIL ICH BEI WEBROOT(!!!) ARBEITE!!!!! Die darauf folgende Frage, ob ich ihm im BIOS nicht seine Grafikkarte deaktivieren könne, hat mich dann schon nicht mehr weiter verwundert. Ich wollte ihm noch anbieten, dass ich in der Zeit des runter- und hochfahrens ja etwas Staub saugen könnte. Resigniert habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ich es rein rechtlich nicht darf und habe mir die Erklärung des technisch Unmöglichen erspart.


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So findet man also Freunde
Support again. Diesmal aber erfreulich.
FBI Virus wird er genannt, gibt es in jedem Land in etwas anderer Form. Der PC wird nach dem Hochfahren gesperrt und kann nicht mehr benutzt werden, bis man nicht $300 (Betrag variiert) bezahlt hat. In Deutschland sieht es aus wie ein Sperrbildschirm der Polizei, in Irland wird er Garda-Virus genannt. Die Entwickler sind kreativ.
Einer unserer Kunden hat sich die neueste Generation eingefangen, die wir noch nicht entdeckt hatten (normalerweise haben wir sie nach ca. 2 Stunden in der Datenbank). Ich habe über eine Stunde Instruktionen über das Telefon gegeben und wir haben es endlich geschafft. Als der Kunde seinen Desktop wieder sah, hat er am Telefon gejubelt. Danach hat er sich tausend Mal bedankt und mir am Ende ganz trocken gesagt: "You are my new best friend!"

Das sind die Momente, wo man mit Tränen vor dem Bildschirm sitzt.


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Die Browserfrage
Wieder Support. Da passieren einfach die besten Sachen.
Ich - "Welchen Browser benutzen Sie?"
Kunde - "Google!"
Ich - "Sie meinen Google Chrome?"
Kunde - "Nein, google.com!"

oder auch

Ich - "Könnten Sie Ihren Browser öffnen?"
Kunde - "Meinen Was?"
Ich - "Ihren Browser. Wo Sie Internetsuchen starten oder Ihre Emails senden und empfangen."
Kunde - "Ach Sie meinen AOL!"
Ich - "... jep."

Manchmal bin ich so müde ...


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Erstickungsgefahr
Ich hatte das Frühstück vor Arbeit vergessen und war dementsprechend hungrig. Auf Arbeit habe ich mir die Sandwiches reingeschaufelt und mich tierisch verschluckt. Ich dachte kurz ich müsste sterben, aber nach einer Minute hatte ich mich wieder im Griff.


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Balkonmöbel
Unser Apartment hat eine Vorliebe für Balkonmöbel entwickelt. Da wir keine haben, haben wir in der Vergangenheit unsere Couch und Sessel raus gestellt und viele Abende auf selbigen verbracht. Da das Wetter viele Wochen verdammt gut war, standen die Teile durchgehend draußen.
Letztens hat es dann doch mal geregnet. Wir also flott alles reingeräumt, soll ja nicht nass werden (auch wenn das keinen größeren Schaden verursachen könnte, sowohl Sessel als auch Couch sehen aus, als ob 16 jährige Kinder mit ihren Butterflymessern die Sitzpolster aufgeschlitzt hätten). Wir haben also das erste Mal seit WOCHEN alle Möbel innerhalb der Wohnung, da klopft es an der Tür. Die Rezeptionistin, sichtlich genervt, hat uns darauf hingewiesen, dass keinerlei Möbel auf den Balkon gehören.
Alles eine Frage des Timings.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Unser großer Tag auf/vor/neben den Klippen

Slàinte meine Lieben,

es ist so weit und ich melde mich wieder zu Wort. Eigentlich würde ich zur Einleitung das Gleiche über das Wetter schreiben, wie wir es die letzten zwei Wochen getan haben: Sonne, 30 Grad, blauer Himmel etc ...

ABER, die Zeiten sind vorbei und wir haben endlich Regen ... Juppieh!
Gestern Abend durften wir zum feierlichen Abschluss des Tages nach der Arbeit die ersten Tropfen beobachten.
Naja gut, unsere Freude hält sich dabei in Grenzen, dennoch wir lassen es uns nicht nehmen unseren Esstisch auf den Balkon zu stellen und dort abends gemütlich zu essen. Zur Zeit können wir uns glücklicherweise langsam an das irische Wetter herantasten. Den Großteil des Tages ist es zwar bewölkt und manchmal etwas stürmisch, aber die Temperaturen spielen sich noch oberhalb der 20-Grad-Grenze ab, Regen gibt es nur, wenn wir sicher im Trockenen stehen und die Sonne lächelt uns zwischendurch auch noch an und lässt uns wissen, dass sie uns nicht vergessen hat.

Genug über das Wetter, kommen wir nun zu den harten Fakten des Lebens in Dublin. Na obwohl, mittlerweile machen wir auch schon das ganze Land unsicher. Aber fangen wir erstmal im Anschluss meines letzten Blockeintrags an.
Wie schon berichtet hatten Adrian und ich uns gewagt einen Spaziergang durch den Phoenix Park zu machen und dort die Gegend zu erkunden. Mittlerweile gehört dieser Park zu unserem Leben in Irland. Da er innerhalb 30 Minuten zu erreichen ist, reizt es uns sehr oft, nicht in der Wohnung oder auf dem Balkon zu sitzen, sondern die letzten Sonnenstrahlen des Tages im Park einzufangen.
Am Wochenende nach der "Entdeckung" machten Leo und ich uns samstags auf den Weg zum Park. Da es sehr warm war, nahmen wir uns einige erfrischende Kaltgetränke mit. Was wir vorher nicht wussten, dass an dem Tag ein Konzert stattfand. Das nahm die Poliz ... excuse me ... Garda zum Anlass den Haupteingang abzusperren und alle Taschen zu kontrollieren, damit man seine erfrischenden Kaltgetränke nicht mit hinein nimmt. Wir entschieden uns weiterzugehen und einen Nebeneingang des Parkes zu suchen. Nach einem zwanzig-minütigen Fußweg sahen wir schon den nächsten Garda (laut Wikipedia ist das auch die offizielle Bezeichnung eines einzelnen Gesetzeshüter). Da wir jeweils einen Plastikbecher mit einem erfrischenden Kaltgetränk in der Hand hatten, sagte er zu uns, dass wir doch austrinken sollen und dann könnten wir gerne hinein. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Mit einem Lächeln gingen wir an dem netten Mann vorbei und lenkten ihn somit davon ab, noch einen Blick in unsere Taschen zu werfen.
Nun konnten wir die Weiten des Phoenix Parks noch einmal aus anderen Perspektiven betrachten. Nachdem wir das Wetter etwa 3 Stunden genossen hatten, bemerkten wir die musikbegeisterten Menschenmassen, die in den Park zum Konzert stürmten. Wir beschlossen langsam wieder den Heimweg anzutreten. Unterwegs faszinierte uns ein Eiswagen, welcher dann noch besucht wurde.

Bisher war Sonntags immer unser Ruhetag, an dem wir keine großen Planungen vornahmen und den Tag auf der Couch (entweder auf dem Balkon oder im Wohnzimmer, je nachdem wo sie sich grad befand) verbrachten. An dieser kleinen Tradition wollten wir auch nicht viel ändern, aber Adrian und ich hatten das Bedürfnis den Sonntag in den Phoenix Park zu verlegen. Gesagt, getan, erfrischende Kaltgetränke in der Tasche, kamen wir am Haupteingang an. Aber auch an diesem Tag fand ein Konzert statt. Gardaì hatte wieder Aufstellung bezogen und kontrollierte fleißig. Wie vom Vortag schon gewusst, machten wir uns auf den Weg zum Nebeneingang. Diesmal kam ein Garda jedoch auf die Idee einen Blick in unsere Taschen zu werfen. Zuerst muss ich noch sagen, dass es ein wirklich sehr netter Garda war. Er wies uns darauf hin, dass das Mitbringen eigener Getränke in den Park zum Zeitpunkt eines Konzertes untersagt sei. Danach gab er uns den Tipp in einen anderen Park ganz in der Nähe zu gehen. Dem folgten wir und kamen in einem sehr schönen Miniaturformat des Phoenix Park direkt am Wasser heraus. Dort ließen wir den Sonntagabend und damit die Woche gemütlich ausklingen.

In der darauffolgenden Woche ist nicht allzu viel passiert. Auf Arbeit durfte ich mein Netbook ein wenig im RAM auf Firmenkosten aufrüsten.
In den letzten Wochen konnte ich schon einige Erfahrungen mit dem Auseinander- und wieder Zusammenbauen von Laptops, Desktop-PCs und Playstations sammeln. Diesmal kam etwas ganz neues für mich. Ein Kunde brachte seine XBOX 360 in den Laden. Mein Chef gab sie mir und meinte, dass sei jetzt meine Aufgabe und ich solle mal eben den Laser des Laufwerks wechseln.

Dann folgte auch schon das nächste Wochenende, an dem unser erster "großer Ausflug" an der Reihe war. Dieser war am Samstag geplant und deshalb nahmen wir uns am Freitagabend nichts vor. Doch durch das gute Wetter gingen Adrian und ich nochmal kurz in den Phoenix Park. Aus dem Kurz wurde dann doch etwas länger. Wir wollten einige neue Wege erkunden, die wir bisher noch nicht gesehen hatten. Irgendwann trafen wir die Rentierherde, die uns auf einem Weg entgegenkam. Leider war es schon zu dunkel um Fotos davon zu machen. Die Zeit ist sehr schnell vergangen und wir waren dann auch erst etwas später zu Hause.
Kommen wir zum Samstag: Wir hatten schon oft von den "Cliffs of Moher" gehört. Leo wurde durch einige Arbeitskollegen darauf aufmerksam, dass ein Unternehmen Tagestouren dahin organisiert. Also buchten wir die Tour dorthin. Besser gesagt Adrian bekam die ehrenvolle Aufgabe übertragen die Karten zu holen.
Um 7 Uhr ging unser Bus. Natürlich mussten wir uns noch Essen für den Tag machen und auch noch zum Treffpunkt kommen. Also hieß es um 5 Uhr am Samstagmorgen aufstehen. Das war dann sogar für die Luas zu früh, die erstmal noch nicht fuhr. Wir machten uns also zu Fuß auf den Weg, um die 6 Stationen zu laufen. Der Weg war aber doch weiter als gedacht und so sammelte uns nach zwei Stationen die erste Luas des Tages ein und brachte uns sicher ins Stadtzentrum. Wir waren knapp dran, aber kamen noch pünktlich an. Dort trafen wir uns mit drei Kollegen von Leo. Diese sind Portugiesen und anscheinend war der ganze Bus voll besetzt mit deren Landsleuten. Der polnische Organisator hat dann aber doch auf Englisch alle Informationen angesagt. Nachdem auch die letzten Mitfahrenden eine halbe Stunde später eintrafen und im Bus jeder Platz besetzt war, ging die 4-stündige Fahrt los. Eine gute Chance um den verpassten Schlaf nachzuholen. Als wir angekommen waren wurde uns mitgeteilt, dass wir nun anderthalb Stunden Aufenthalt haben. Damit wir keine Zeit verlieren machten wir uns gleich auf den Weg in die Klippen. Es gab zwei Wege zur Auswahl, einen abgesicherten Weg, von dem der Ausblick gut ist und einen ungesicherten Weg, ven welchem der Ausblick einmalig ist. Vorher hatten wir schon mitbekommen, dass man in der vorgegebenen Zeit nicht beide Wege schaffen kann. Wir wollten natürlich gute Fotos machen und entschlossen uns den ungesicherten Weg einzuschlagen. Nach den ersten "Extrem danger"-Warnschildern, Gedenktafeln für die Verunglückten und sehr sarkastisch formulierten Schildern der Samariter mit Notrufnummern war uns etwas mulmig, aber wir sind ja nur einmal da. Die ersten Meter waren noch ziemlich sicher, da große Steinplatten als Zaun fungierten. Dann begann der richtige Weg. Dieser war wirklich sehr nah am Abgrund dran. Die Klippen haben eine Höhe von Durchschnittlich 214 Metern über dem Meeresspiegel. An den meisten Stellen hatte man genug Spielraum um sich noch 5 Meter vom Rand zu entfernen, aber es gab auch einige Stellen, an denen man nur noch einen Meter Platz hatte. Aber die Bilder, die man aus den Perspektiven machen konnte, sind der Hammer.
Einige ganz mutige haben sich direkt an den Rand gesetzt und die Beine von der Kante baumeln lassen.
Für unsere Gruppe war das dann doch eher etwas riskant.
Nachdem wir an der höchsten Stelle ankamen, mussten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg zum Bus machen, damit wir auch ja pünktlich sind. Die Fahrt ging weiter zu einem nahe gelegenen Hafen, von dem aus wir zu einer Bootstour unterhalb der Klippen starteten. Am Anfang hatten wir einen sehr schönen Platz am Deck des Bootes. Von da aus hätte man wohl den besten Blick auf die Klippen, sagte man uns. Der Kapitän jedoch wollte vor der Abfahrt nicht, dass an dieser Stelle jemand steht, also mussten wir eine Etage tiefer gehen, aber dennoch an Deck. Wir hatten uns etwas geärgert, aber hatten trotzdem freien Blick nach außen und standen direkt neben der Wasseroberfläche. Obwohl wir damit gerechnet hatten, dass die ersten Minuten der Fahrt nicht sehr spannend werden, erlebten wir dort das erste Highlight der Bootstour. zwei - drei Meter Neben dem Boot und direkt vor unserem Nasen tauchte ein Delfin an der Wasseroberfläche auf und sprang dreimal aus dem Wasser und lächelte uns freundlich an. Sofort griffen alle in ihre Taschen um die Kameras heraus zu holen und den Moment festzuhalten. Doch leider war der Delfin zu schnell wieder weg und wir haben kein Bild von ihm. Somit hatten wir genug Gesprächsstoff um die Hinfahrt schnell herumzubekommen. Wir standen auf der Seite, die erst bei der Rückfahrt den Blick auf die Klippen bekam. Der Anblick war unglaublich. Vom Boot aus wirkten die Klippen noch gigantischer, als von oben. Auf einem kleinen Felsen leben tausende Papageientaucher, die alle eng beieinander standen.
Nachdem wir wieder im Hafen angekommen waren, ging unsere Fahrt weiter nach Gallway, unterbrochen von einem kurzen Zwischenhalt an einer kleinen Burg. In Gallway wurde uns genau eine Stunde Zeit gegeben mit der Bemerkung: "Ihr könnt euch ja mal ein Pub suchen und ein Guinness trinken und dann kommt ihr wieder". Unsere kleine Gruppe war aber eher hungrig als durstig. Wir suchten uns ein kleines Fast-Food-Restaurant und schafften uns erst einmal eine Grundlage. Dann gingen wir noch in einen Pub um dem Tipp des Organisators zu folgen. Wir konnten mit unseren Gläsern auf die kleine Wiese setzen, die sich vor dem Pub befand. Somit haben wir in der doch sehr kurzen Stunde noch etwas sehen können.
Im Anschluss ging es wieder Richtung Dublin. um 21 Uhr erreichten wir unser Appartement und fielen sofort ins Bettchen.
Den Sonntag danach mussten wir uns von den Strapazen erholen und taten im Grunde genommen nichts.
Somit konnten wir erholt und munter in unsere vorvorletzte irische Arbeitswoche starten.
Bisher begann diese mit etwas Sonnenschein. Doch noch während ich diesen Blog schreibe, sind wir schon mit Regenjacke und Schirm auf den Balkon gegangen um einerseits unsere Küchenmöbel ins Trockene zu bringen und andererseits das lautstarke Sommergewitter zu beobachten.

Regnerische Grüße aus dem Land der Kobolde.
Cheers und bis bald, euer Sascha

PS: Und wie gewohnt einige bildliche Impressionen ;-)

Die Klippen im Gesamtanblick.


Man kann nicht behaupten, sie hätten uns nicht gewarnt.

Der Ausblick von eigentlich schon zu nah an der Kante.



Der Ausblick vom Boot.



In dieser Burg waren wir 20 Minuten. Das sind 20 Minuten, die wir auch noch gerne länger auf den Klippen oder in Galway geblieben wären.

Montag, 22. Juli 2013

Johnnie Fox's Pub


Das zurückliegende Wochenende fiel eher ruhig aus. Da es Freitag und Samstag sehr warm und sonnig war verbrachte ich die Zeit auf der Wiese im Phoenix Park. Die Parkanlagen sind auch dort sehr gepflegt und das Gras war noch frisch obwohl es nun schon seit 3 Wochen sehr warm ist und von Regen keine Spur war.




Sonntag Abend ging es gemeinsam ins Johnnie Fox. Dieser Pub ist auch unter Promis wie Brad Pitt für seine gute Küche bekannt.








Fürs Hauptgericht wählte ich diese köstliche Jambalaya für €16,95. Etwas scharf aber trotzdem sehr lecker.











Für Nachtisch ist immer Platz und da ich dieses Wochenende sehr sparsam war gönnte ich mir noch einen Apfelkuchen für €5,75. Der war so lecker wie er aussah ....






Der ganze Pub war sehr verwinkelt und überall hing und stand lauter Zeug herum. Auch unter der Decke waren alte Geräte von einem Bauernhof angebracht. Nebenbei spielte es traditionelle irische Musik. Insgesamt gab es eine sehr schöne Atmosphäre die zum essen und trinken einlud, auch die Preise waren daher angemessen.

Bis zum nächsten mal,

Christoph

Sonntag, 21. Juli 2013

Strom ist für Anfänger

Hallo da draußen,

bis jetzt konnte ich es vermeiden über meine Arbeit zu schreiben, vieles darf ich auch garnicht sagen, wegen NDA geschichten etc., aber über folgendes darf ich im Allgemeinen berichten:

In der Berufsschule und bei der Arbeit, sieht, lernt und hört man von USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), aber wirklich zum Einsatz kommen sie nie.

Am Mittwoch wars dann aber soweit: Wir hatten im gesamten Gebäude Stromausfall und sogar das Nachbargebäude von Microsoft war betroffen. Für die Gametester war das eine Stunde lang bezahlte Pause, für das IT-Department Stress.
Es war interessant und lehrreich zu sehen, wie meine Kollegen mit der Situation umgingen und im Serverraum einen Dienst nach dem anderen runterfuhren und unsere Aussenstellen über den Stand der Lage informierten.
Auch an "normalen" Tagen ist meine Arbeit sehr abwechslungsreich und interessant und ich kann jedem nur empfehlen an diesem Programm teilzunehmen.

Cheers,
Leo

Samstag, 20. Juli 2013

Bilderpost

Mir ist aufgefallen, dass ich noch gar keine Bilder hochgeladen habe. Ich habe ein paar Favoriten ausgesucht.

Es handelt sich um Impressionen aus Dublin selbst, der Halbinsel Howth nördlich von Dublin und um die berühmt berüchtigten Cliffs of Moher.

Orte, so typisch für Irland wie der Whisky und Guinness.

Wenn man auf die Bilder klickt werden sie größer.



Guinness Academy im Guinness Storehouse

Interessante Architektur

Auch das ist Dublin

Beer-break!

Die heiligen Kessel des Jameson

fancy

Auf dem Weg zum Leuchtturm

Ungewöhnlich: viele Wolken

Das Magazin im Phoenix Park

Auch Phoenix Park: Monument

Wanderung um die Halbinsel Howth







Cliffs of Moher - kommt auf Bildern nicht mal
ansatzweise so atemberaubend rüber wie es
in Wirklichkeit ist








Bleibt sauber,
Adrian

Dienstag, 16. Juli 2013

schonwieder



Draußen ist mal wieder Ebbe, genauso wie in unseren Portemonnaies. Wir sind mit dem Zug auf dem Weg nach Glendalough und es kam wie es kommen musste: wir wurden kontrolliert. Eigentlich hatten wir mit unserer Leapcard ja ein gültiges Ticket - dachten wir jedenfalls. Der Kontrolleur klärte uns aber auf, wir hätten den Gültigkeitsbereich mit dieser Karte schon verlassen und bräuchten ein Intercity-Ticket - zu haben für 30 Euro. Dabei haben wir mit 10 Euro gerechnet und hatten schon 4,50 von der Leapcard abbuchen lassen.



Er drückte aber ein Auge zu, Glück gehabt. Von der Bahnstation ging es dann noch mit einem Taxibus nach Glendalough. Der Fahrer hatte wohl noch einen anderen Termin, jedenfalls fuhr er so schnell, dass Fotos aufnehmen kaum möglich war. Schade, denn der Ausblick war oft sagenhaft, ein Bild ist aber doch was geworden ...





Sieben Euro wollte der Taxifahrer dann von jedem von uns, nach dem wir beim Zug so gespart hatten kein Problem. Heute haben wir uns 10km vorgenommen, auf der Karte sieht ja auch alles so Flach aus. Jetzt im nachhinein weiß ich es waren 380 Höhenmeter zu überwinden. Es fing auch sehr gemütlich an - wurde dann aber auch rasch steiler.




 
Und dann waren da auf einmal Treppen. Endlose Treppen. Die Stufen waren zusätzlich noch 15 Grad geneigt. Man sah nichtmal wo sie hinführten. Über 600 Stufen sollen es gewesen sein, zum Glück hatte ich das vorher nicht gelesen ...





Irgendwann hatte man dann diese Aussicht ...





... oder diese. Hat sich also doch gelohnt.



 

Diese Holzplanken markierten den Weg. Sie sind mit Drahtgeflecht bespannt, vermutlich um auch halt zu bieten wenn es Regnet und das Holz rutschig wird. Aber wo Regnet es schon? Ich will ja gar nicht schon wieder vom Wetter schreiben, aber am Freitag hatten wir 29°C.

Auf dem Weg hat man sich über jede Schatten spendende Wolke gefreut. Am Ende des Sees ist ein Strand, nach dem erschöpfenden Aufstieg sehne ich mich immer mehr dorthin.
Es sind bereits 2 Stunden um und wir haben erst ein drittel des Weges hinter uns gebracht. Bei dem Tempo hätten wir den Bus zurück nicht rechtzeitig erreicht.




Als wir dann noch einen weiteren Aufstieg vor uns sahen half alles motivieren meiner Weggefährten nichts, ich hatte die Nase voll. Nach einer Pause und einem Apfel kehrte ich um und ging zurück um mich an den Strand zu setzen. So konnte ich mir gute 4km und eine Stunde Weg sparen. Ich habe es nicht bereut. Das Wasser war sogar angenehm warm und der Strand dementsprechen auch voller Badegäste.


Zum Schluss noch mein Beweisfoto, ich war wirklich oben :)

Am Bus wurden dann die Leute mit Rückfahrticket bevorzugt, wir mussten also zittern auch noch einen Platz zu bekommen. Wir hatten aber wieder Glück, genau 5 Plätze, soviele wir also brauchten, waren noch frei.

Samstag, 13. Juli 2013

Regen? Fehlanzeige!

Diesmal muss ich mich kurz fassen: Das Wetter ist ein Traum! Da denkt wohl jeder hier, denn wir haben zwischen 20-30 Grad Celsius, was für meinen Geschmack perfektes Sommerwetter ist; mehr wäre einfach nur "too much". Demnach also raus an die Luft, ab in Park und Wetter genießen!

Sascha und ich haben den Tag heute nur für uns, demnach also ganz entspannd draußen auf dem Balkon gefrühstückt. Damit ihr eine Vorstellung habt folgendes Bild:



















So lässt es sich leben :)
Cheers,
Leo